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Meldungen & Presse

18. Mai 2018 Meldung, KV Heilbronn

Diskussion über Nachhaltigkeit bei der Mobilität - Luftschadstoffe in Heilbronn

Broschüre erhältlich über die Lokale Agenda 21.

Heilbronn verfolgte bisher einen falschen Weg in Sachen Mobilität. Nun ist höchste Zeit, für Veränderungen zu sorgen. So könnte man die Diskussion nach fachlich guten Vorträgen zum Thema nachhaltige Mobilität zusammenfassen: Etwa 30 Interessierte, unter ihnen Gemeinde- und Kreisräte, waren der Einladung der Lokalen Agenda 21 ins Heilbronner Heinrich-Fries-Haus gefolgt. Inhaltlich ging es um die Vermeidung von überhöhten Luftschadstoffen in Heilbronn. Nach einer Einführung in Zahlen und Analysen war klar: Trotz jahrelanger Überschreitung von Stickoxidgrenzwerten hat die Stadt nichts gegen diese Gefährdung der Gesundheit ihrer Bürger getan. Die Messstation an der Weinsberger Straße überschreitet bis heute ständig die Mindestwerte. Die EU hat just an diesem Tag erklärt, Deutschland wegen der andauerenden Überschreitung der Werte zu verklagen. Und wie dramatisch das Thema ist, stellte Thomas Bergunde von der Lokalen Agenda dar: Es sterben jährlich zehntausende Menschen an den überhöhten Stickoxidwerten.

Lösungen wurden ebenfalls vorgestellt und diskutiert, so ging es um Fahrverbote in den gefährdeten Straßen. Neben der Weinsberger Straße geht es dabei vorallem im die Mannheimer und die Wilhlemstraße. In der Innenstadt könnte nach den Erfahrungen mit der verstopften Gerberstraße eine autofreie Zone entstehen, die nicht nur gesünder für die Anwohner ist, sondern auch mehr Lebensqualität in die Innenstadt bringen könnte. Elektromobilität wurde von einem Vertreter der Hochschule vorgestellt, wobei in der Diskussion auch klar wurde, dass ein reiner Austausch der Fahrzeuge im Individualverkehr nicht das Ziel sein kann. Die Blechlawine würde das nicht auflösen. Als Baustein in einem Mobilitätsmosaik kann eMobilität aber sicher sinnvoll sein.

Die Vertreter von Energiewende, BUND und Bunter Liste schlugen dagegen einen Ausbau des Radnetzes, der Busspuren und der besseren Taktung des ÖPNV vor. Eine City-Maut wurde allerdings kontrovers diskutiert.

Florian Vollert, Kreisrat der LINKEN, verwies auf die Probleme der Bevölkerung im Landkreis. Wegbrechende Infrastruktur, wie die Krankenhäuser in Brackenheim und Möckmühl, zwingen zu einem besseren Angebot des Nahverkehrs. Der ländliche Raum dürfe nicht abgehängt werden. Dabei sei neben einem besseren Takt wichtig, dass die Preise sinken. DIE LINKE will unter anderem auch diese Punkte auf dem morgigen Zukunftskongress der Regionalverbandsfraktion GRÜNE-ödp-DIE LINKE in Willsbach einbringen: Einladung