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Meldungen & Presse

19. Februar 2018 Meldung

Sozialticket nur kleiner Posten für die Stadt beim ÖPNV

Stadt Heilbronn bezuschusst ÖPNV jährlich mit 11 Mio.

Sozialforum setzt sich angesichts dieser Zahl weiterhin für den Erhalt des Sozialtickets ein

„Wenn die Stadt 11 Mio. in den Nahverkehr steckt, dann kann ich nicht verstehen, warum die Kosten von angeblich 330 000,-€  also gerade mal 3%  der Gesamtsumme des Abmangels für das Mobilitätsticket nicht zur Verfügung stehen soll“ meint Birgit Bunse-Weber (Kreisdiakonie Heilbronn) zu den am 15.02.2018 in der Heilbronner Stimme offengelegten Zahlen.  Sie ist allerdings noch immer skeptisch, was die Zahlen in der Gemeinderatsdrucksache 3 vom 11.12.2017 angeht:  „Jedes verkaufte Ticket sorgt für 47,50€ Mehreinnahmen beim ÖPNV.“ Bislang sei deshalb noch kein einziger Bus mehr unterwegs gewesen argumentiert sie. Einzig der Verwaltungsaufwand (Prüfung der Voraussetzungen beim Verkauf der Karten) sei aus ihrer Sicht als Einnahmen-mindernd anzurechnen. Allerdings beklagt sie auch, dass der Kartenverkauf viel zu bürokratisch und unflexibel geregelt worden sei. „In der heutigen Zeit dürfte es doch kein Hexenwerk sein, den Nutzern durch einen Code die Berechtigung zu geben monatlich die Karte am Automat zu lösen.“

Angesichts der hohen Förderung des ÖPNV durch die Stadt Heilbronn mit 11 Millionen Euro, regt das Sozialforum als Lösung an, der HNV solle die Mobilitätstickets gegebenenfalls auch ohne die städtische Förderung für 20 Euro weiterhin den Berechtigten anbieten. Die Kölner Verkehrsbetriebe, deren Berichte zum Sozialticket auch die Verantwortlichen hier in Heilbronn beeindruckten, hatten darauf hingewiesen, dass die Kölner Verkehrsbetriebe kein Geld von der Stadt fordern, da sie keine Mehrkosten durch das Sozialticket haben und froh seien mehr Fahrgäste zu haben die mit dem Erwerb des Sozialtickets auch den ÖPNV stärkten.

Aktuell wird über die Einführung des Nulltickets für den Heilbronner Stadtverkehr diskutiert. Auch das motiviert die Aktiven vom Sozialforum, denn das würde den betroffenen Menschen auch wieder Mobilität ermöglichen. Das Sozialforum sieht vor allem die soziale Teilhabe durch den möglichen Wegfall des Mobilitätstickets für die betroffenen Personen gefährdet.

Silke Ortwein (Sozialforum) verweist auf die GR Drucksache in welcher folgender Abstimmungssatz  steht: „die Erprobungsphase des Mobilitätstickets endet zum 30.06.2018 und wird nicht fortgesetzt.“ Ihr Argument: „Damit ist über die Verstetigung dieses Angebotes als Regelleistung im Grund doch noch nichts gesagt!“ Und so hofft sie weiter darauf, …“dass die Vernunft siegt – und das Sozialticket den Nutzern (vielleicht auch durch ein neues Angebot seitens des HNV) nach dem 30.06.2018 weiterhin zur Verfügung stehen wird!“