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Meldungen & Presse

20. Februar 2018 Meldung, KV Heilbronn

LINKE fordert verkehrspolitische Wende und den Nulltarif im gesamten HNV-Bereich

Der Kreisverband DIE LINKE Heilbronn-Unterland traf sich am Montag, 19. Februar, zu einem verkehrspolitischen Austausch. Als Referent war der ehemalige Stadtrat Hasso Ehinger eingeladen, der Zahlen und Daten zur Verkehrssituation in Heilbronn darstellte. Ehinger ist seit Jahren in entsprechenden Bürgerinitiativen tätig und kennt als ehemaliger Betriebsrat bei einem Automobilzulieferer die verschiedenen Blickwinkel des Themenfelds.

Die kommunalpolitisch Interessierten hielten die Heilbronner Situation als besonders rückwärtsgewandt. Während anderswo autofreie Innenstädte diskutiert werden, wurden in Heilbronn in Vorbereitung der Bundesgartenschau 120 Millionen Euro für Straßenprojekte ausgegeben. Das bedeutet, dass noch mehr Autos in die Innenstadt strömen, die weitere Belastung der Bevölkerung mit Schadstoffen inklusive. Andererseits wurde das Sozialticket wieder abgeschafft, weil dafür scheinbar kein Geld vorhanden ist. Das ist unsozial, aber auch verkehrspolitisch genau die falsche Richtung. DIE LINKE befürchtet, dass Stadtverwaltung und Gemeinderat weiter in die falsche, autozentrierte Richtung maschieren. Im neuen Stadtkonzept sind für weitere 70 Millionenn Euro Straßenprojekte vorgesehen. DIE LINKE fordert dieses Geld sinnvoller in den öffentlichen Nahverkehr zu investieren.

Eine der Ideen dieses Abends war daher der Nahverkehr zum Nulltarif im gesamten HNV-Bereich. Kreisrat Johannes Müllerschön erklärt: "Mobilität gehört zur gesellschaftlichen Teilhabe, teure Mobilität grenzt Menschen aus. Gerade auch auf dem Land fehlt zunehmend Infrastruktur, die durch einen guten und gebührenfreien Nahverkehr teilweise kompensiert werden könnte. Dazu gehört auch die Verbesserung der Angebote im Nahverkehr, wie die Wiederaufnahme der Zabergäubahn und den zweigleisigen Ausbau der Strecke nach Eppingen." Kreisvorstandsmitglied Konrad Wanner gab beim Aspekt der Finanzierung zu bedenken: "Statt Subventionen immer weiter in den Individualverkehr zu stecken, wären diese Gelder im Nahverkehr des Stadt- und Landkreises Heilbronn eine soziale und ökologische Zukunftsinvestition."