Zurück zur Startseite

Meldungen & Presse

2. September 2018 Meldung

"Frieden ist alles" - Gedenkveranstaltung in Heilbronn zum Antikriegstag

 

Das diesjährige Antikriegstagsgedenken hatte einen etwas anderen Charakter als in der Vergangenheit.  Anstelle eines/r einzelnen RednerIn berichteten betroffene Menschen über ihre Erfahrungen mit Krieg und Flucht.

Neben der DGB-Regionssekretärin S. Ortwein kamen die beiden Syrer Awad Alhamad und Nour Eddin Alomari, der Kurde Orhan Ates und der Angolaner Angelo Bengui zu Wort.

Bengui sorgte auch für das musikalische Rahmenprogramm mit Trommel und afrikanischen Klängen, was der Veranstaltung einen sehr lebendigen Charakter verlieh. Etwa siebzig TeilnehmerInnen fanden den Weg vor die Ehrenhalle im Innenhof des Heilbronner Rathauses.

In ihren einführenden Worten erinnerte Silke Ortwein, an die 30 Jahre Abbau der Pershing II-Raketen und die damalige Hoffnung auf friedlichere Zeiten und die dann enttäuschenden internationalen Entwicklungen. Sie verurteilte die rassistischen Ausschreitungen in Chemnitz scharf.

In einer Fragerunde kamen dann alle vier Gäste zu Wort. Auf Chemnitz angesprochen, äußerte A. Bengui seine Erfahrungen aus der DDR, die so gar nicht zu den aktuellen Ausschreitungen passen. Alle waren sich einig, dass Rassismus und Faschismus in unserer Gesellschaft keinen Platz haben darf.

Beim Thema Krieg waren sich ebenfalls alle einig, dass kriegerische Auseinandersetzungen weltweit verhindert werden müssen. Wie Ates anführte, geht das aber auch Deutschland etwas an, da auch von hier Waffen in Krisengebiete exportiert werden. Seine Forderung, Waffenexporte zu stoppen wurde vom Publikum mit Applaus quittiert.

Alhamad forderte für Syrien Frieden, da nur so eine Zukunft für alle Bevölkerungsteile möglich werden kann. "Frieden ist alles" fasst Bengui seine Erfahrungen aus Angola zusammen, wo ebenfalls jahrzehntelang Bürgerkrieg herrschte.